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DGB : Aus der Krise lernen: Finanztransaktionen besteuern
Die größte Finanz- und Wirtschaftskrise seit rund 80 Jahren liegt weder hinter uns, noch sind bisher ernsthafte Lehren gezogen worden. Der vollmundige Ausruf `Das darf sich niemals wiederholen!´ ist seit einem Jahr von Politikerinnen und Politikern aller politischer Couleur zu hören. Passiert ist seitdem wenig: Während endlos über die Boni der Manager debattiert wird, nutzen die Banken die niedrigen Zinsen zur Stärkung ihrer Eigenkapitalbasis und hübschen ihre Bilanzen durch ausgiebiges Investmentbanking auf. Es wird wieder ungehemmt spekuliert.
Reform der internationalen Finanzarchitektur
Die internationalen Finanzmärkte haben im letzten Jahrzehnt eine vielschichtige Entwicklung genommen: Immer stärkere globale Vernetzung und Entwicklung intransparenter, komplexer Finanzprodukte einerseits, unzureichendes Risikomanagement und mangelhafte staatliche Regulierung andererseits. Dazu kommen der Aufbau globaler akroökonomischer Ungleichgewichte, steuerliche Anreize zur systemischen Überschuldung, ein sich verschärfender Deregulierungswettbewerb und Regulierungsarbitrage der Finanzmarktteilnehmer. Dies mündete letztendlich in der gegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftskrise.