DIE INTERESSEN DER ARBEITNEHMER SIND DAS WICHTIGSTE!

Wir müssen die Arbeitnehmer und Arbeitsplätze vor skrupellosen Praktiken schützen.

Der Anteil der Löhne und Gehälter am BIP (also an der gesamten Wirtschaftsleistung eines Landes) ist in den letzten Jahren kontinuierlich geschrumpft. Der Anteil des Kapitals ist gleichzeitig kontinuierlich gewachsen. Der Finanzsektor hat wesentlich dazu beigetragen, dass das der Abstand immer größer wird.

Dieses Ungleichgewicht ist ein Grund dafür, dass private Haushalte verschuldeten, um ihren Lebensstandard erhalten zu können. Der geschaffene Wohlstand kam einer winzigen globalen Elite zugute, zu der auch Finanzmanager gehörten, nicht aber der Großteil der Bürger und Arbeitnehmer und auch nicht die einfachen Mitarbeitern, die im Finanzsektor das Kundengeschäft betreiben. Am oberen Ende der Einkommensskala machte sich eine Kultur der hohen Bonuszahlungen breit, die falsche Anreize setzte, zu riskanten Geschäften verleitete und nicht nur die soziale Ungleichheit verschärfte, sondern sich schädlich auf die gesamte Wirtschaft auswirkte.

Die wohlhabende Finanzelite hat im Verlauf der Krise weltweit Tausende von Unternehmen und Millionen von Arbeitsplätzen zerstört. Der US-amerikanische Kongressabgeordnete Barney Frank meinte dazu: „Wenn ein kleiner Personenkreis durch ein Geschäft zwei- oder gar dreistellige Millionenbeträge erzielt, zugleich aber Arbeitnehmer auf die Straße gesetzt werden, haben wir es mit einer Situation zu tun, die ich für untragbar halte.“