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Finanztransaktionssteuer: Wann, wenn nicht jetzt?

Seit dem Ausbruch der jüngsten Weltfinanzkrise ist das Interesse an der Einführung einer Finanztransaktionssteuer (FTS) stark gewachsen. In Europa findet sie inzwischen einigen Rückhalt, nicht nur in Frankreich, Belgien und Österreich. In Großbritannien hat sich Premierminister Gordon Brown, zumindest verbal, hinter das Konzept gestellt. In Deutschland jedoch distanziert sich die Regierungskoalition
immer mehr von der FTS, für die sich Angela Merkel
noch vor kurzem stark gemacht hat. Um so wichtiger ist es jetzt, die ersten Anstrengungen für die Steuer nicht im Sande verlaufen zu lassen. Darum hat sich die IG Metall an verschiedenen Bündnissen durch Durchsetzung der Finanztransaktionssteuer beteiligt. In diesen Wirtschaftspolitischen Informationen skizzieren wir auch das
Konzept einer solchen Steuer, die – in Weiterentwicklung der Tobin Tax – auf sämtliche Transaktionen mit Finanztiteln erhoben werden soll.

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Aus der Krise lernen: Finanztransaktionen besteuern

DGB : Die größte Finanz- und Wirtschaftskrise seit rund
80 Jahren liegt weder hinter uns, noch sind bisher ernsthafte Lehren gezogen worden. Der vollmundige Ausruf `Das darf sich niemals wiederholen!´ ist seit einem Jahr von  olitikerinnen und Politikern aller politischer Couleur zu hören. Passiert ist seitdem wenig: Während endlos über die Boni der Manager debattiert wird, nutzen die Banken die niedrigen Zinsen zur Stärkung ihrer Eigenkapitalbasis und hübschen ihre Bilanzen durch ausgiebiges Investmentbanking auf. Es wird wieder ungehemmt spekuliert.

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